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Kleines Heimatmuseum

In Kastav war das Handwerk schon immer sehr entwickelt. Die Handwerker aus Kastav – die Fassbinder, Kesselschmiede, Eisenschmiede, Tischler waren weitbekannt, und deren Produktewaren selbst außerhalb Kroatien begehrt. Das reichhaltige ethnographische Erbe von Kastav wird in der Museumsammlung der Region Kastav und in den Kleinen Heimatmuseen präsentiert, die traditionellen Handwerken gewidmet sind.

VIKOS BÖTTCHEREI – KLEINES HEIMATMUSEUMVIKOS BÖTTCHEREI – KLEINES HEIMATMUSEUMVIKOS BÖTTCHEREI – KLEINES HEIMATMUSEUM

VIKOS BÖTTCHEREI – KLEINES HEIMATMUSEUM

In Pelini, dem ältesten Teil des Stadtkerns, der sich gleich nach dem Stadteingang, im Erdgeschoss eines alten Hauses befindet, war einmal eine Fassbinderei. Hier im Haushof kann man škalnica sehen – Wanne zum Einweichen der Fassdauben. Im Ambiente einer ehemaligen Böttcherei werden Böttcherwerkzeuge und Böttchererzeugnisse präsentiert. Die unterschiedlichen Produkte der Böttcher aus Kastav, die zur Zubereitung, Lagerung sowie zum Transport von Nahrungsmitteln und Getränken dienten, wurden nach Istrien, auf die Inseln und nach Dalmatien verkauft. Die Böttcher-Produkte wurden aus Dauben aus hartem (Maulbeerbaum, Eiche, Kastanie) und weichem Holz (Fichte, Tanne) hergestellt, das vorwiegend aus dem Gebiet von Gorski Kotar stammte. Die Fassreifen, mit denen die Fässer zusammengehalten werden, waren ursprünglich auch aus Holz. Für die Herstellung der Behälter mit unterschiedlichen Formen und Volumen (von einigen bis zu mehreren tausend Litern) sind große Erfahrung, Geduld, Genauigkeit und Fertigkeit erforderlich, um die besten Eigenschaften der verschiedenen Holzstrukturen hervorzuheben.  Die Besucher können hier mehr über die lokale Handwerkstradition erfahren und hausgemachte Weine und Schnäpse verkosten. Im Sommer finden im Innenhof der Werkstatt kleinere Kulturveranstaltungen, Präsentationen und Konzerte statt.

IDICAS BÄCKEREI – KLEINES HEIMATMUSEUM

IDICAS BÄCKEREI – KLEINES HEIMATMUSEUM

Der älteste Holzbackofen in Kastav befindet in Idicas Bäckerei n Pelini im historischen Stadtkern von Kastav. Lokale Frauen trugen einst Holzbündel aus dem benachbarten Wald Loza hierher. Die lokalen Menschen erinnern sich heute noch an eine hervorragende Bäckerin, Ida (Idica) Bačić (1890-1975), die viele Jahre lang Brot in ihrer Bäckerei in Pelini backte. Zur Erinnerung an sie und alle anderen Bäcker von Kastav wurde diese Stätte – Idicas Bäckerei – als Teil des Heimatmuseums von Kastav erhalten. Die Kapazität des aus Stein und Backsteinen gemauerten Brotbackofens musste groß sein, denn er musste die Nachfrage der Einwohner nach Brot befriedigen. In Kastav und Umgebung wurde in Notzeiten dunkles Brot und sog. Volksbrot gebacken, das aus einer Mischung aus Mehl und Kartoffeln zubereitet wurde. Zu Ostern wurden besondere Arten von süßem Brot Vazmene Pogače und Jajniki oder Šišori sowie Weihnachtsbrot - Božićni Hjeb – mit oder ohne Rosinen gebacken.  Die Bewohner von Kastav erinnern sich besonders gerne an den festlichen Kuchen, der aus süßem Teig in Form eines Kranzes gebacken wurde. Die Hausfrauen aus Kastav konnten in die Bäckerei ihren eigenen Teig bringen, damit es dort gebacken wird oder fertiges Brot kaufen.  Das Ambiente bereichert auch der alte Brotschieber, eine hölzerne Schaufel, die zum hineinlegen und herausholen des Brotes aus dem Backofen gebraucht wird.

OSOJNAKS KESSELSCHMIEDE – KLEINES HEIMATMUSEUM

OSOJNAKS KESSELSCHMIEDE – KLEINES HEIMATMUSEUM

Osojnaks Kesselschmiede ist eine der bekanntesten Werkstätten des letzten Kesselschmieds aus Kastav, Milko Osojnak (1911-1994) in dieser Region. Die Geschichte der bekannten Kesselschmiede dieses Gebietes beginnt mit der Familie Karlavaris, die aus der Region Friaul (aus Merano in der Nähe von Gorizia) stammte und im 18. Jahrhundert nach Kastav kam. Das Handwerk wurde vom Vater auf den Sohn übertragen, mitunter auch auf die Gesellen, bei denen es sich manchmal um die zukünftigen Schwiegersöhne handelte. In diesem Gebiet waren insbesondere Kessel zum Brennen von Schnaps und Spritzen für die Weinreben gefragt. Oft wurden auch unterschiedliche Ziergegenstände bestellt, die mit Motiven wie z.B. Trauben und Weinblättern dekoriert waren.

Hier wurden verschiedene Produkte aus Kupfer hergestellt – Schnapskessel, Schüsseln sowie diverse Haushaltsgegenstände, Geschirr usw. Die Werkstatt wurde im Originalzustand erhalten – hier befinden sich Feuerstelle, Blasebalg und Amboss, sowie diverse Werkzeuge und Artefakte, die einst dem Meister Milko Osojnak gehörten. Eine ehemalige Kesselwerkstätte ist heute ein Ausstellungsraum des Kupferschmiedhandwerks, welches in der Vergangenheit in Kastav stark entwickelt war. Die gesammelten Ausstellungsstücke illustrieren das für viele unbekannte Kesselgewerbe und die Formung der Kupfergegenstände, die als Bestandteil des Alltags in den vergangenen Jahrzehnten gebraucht wurden.
 

FILET EISENSCHMIEDE

FILET EISENSCHMIEDE

Im privaten Besitz der Familie Rubeša wurde die Werkstatt des angesehenen Schmieds Ivan Rubeša Filet bewahrt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren in Kastav auch die Eisenschmiede Bondetova, Baničićeva und Romanotova bekannt, die sich vor der Stadt, in den Vierteln Dukići und Belvedere befanden. Sie waren im Besitz der Familien Babić, Dukić und Blečić, bekannt waren sie jedoch unter ihren Spitznamen, bei denen es sich um eine Verkleinerungsform ihrer Namen oder Berufsbezeichnungen handelte. Diese Form der Namensgebung ist charakteristisch für Kastav und seine nähere Umgebung. Den Mittelteil der Eisenschmiede bildet ein offener Heizofen, neben dem sich ein großer Balg aus Leder befindet mit dem man das Feuer anfacht, ein Amboss, ein Wassergefäß aus Stein für das Härten des Metalls und außerdem ungefähr 40 verschiedene Hammer sowie 20 Arten von Zangen. Die Schmiede stellten unterschiedliche Gegenstände mit verschiedenen Gebrauchszwecken her, für den Haushalt und den Garten, den Ackerbau sowie Werkzeug für andere Handwerke. Schmiede-Schlosser erstellten und reparierten Schlüssel, Schlösser und Beschläge. Von der Gewandtheit der Schmiede zeugt die Erstellung von aufwendigen Gegenständen, zum Beispiel Äxten, und eine besondere Verbindung von Geschick und Kreativität stellen die Gegenstände dar, die ebenfalls als Dekor dienten sowie die

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