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PUST VA KASTVE (KARNEVALSZEIT)

Dezember

Die Zeit vom Feiertag des heiligen Anton (Antonja) bis zum Aschermittwoch (Čista sreda) ist Karnevalszeit. Im ganzen Gebiet von Kastavština und an der ganzen Nordadria ist die Tradition der Glöckner bewahrt worden. Die Wurzeln gehen in die Vorchristenzeit, als die Leute mit Glockenlärm und fürchterlichen Masken mit Hörnern den Winter und böse Geister vertreibend die Dörfer besuchten und den Frühling heranriefen. In Kastav beginnt die Karnevalszeit (pust, maškare, karneval...) am Antonstag, dem 17. Januar. Es wird in den Antonshorn geblasen und damit meldet man pusne nemotarije - Faschingsnarrheiten an. Auf dem Hauptplatz der Stadt versammeln sich Mitglieder aller Karnevalsgesellschaften (pusneh kompanij) aus Jurčići, Rubeši und Spinčići. Sie stellen ihre Karnevalprogramme und die Strohpuppe Pust vor, die mit dem angemessenen Programm am Aschermittwoch angeklagt, verurteilt und verbrannt wird. Unter den Karnevalisten wird jedes Jahr der Karnevalsbürgermeister ausgewählt, der während der Karnevalszeit die Schlüssel der Stadt und die ganze Verwaltung übernimmt.
Die Stadt Kastav ist die einzige, die ein eigenes Karnevalstatut hat. Nach diesem Statut wird am Anfangstag des Karnevals Zlatna broskva verliehen („Goldener Rübenkohl“, bzw. eine Art Kohl, die in Kastav sehr populär ist) - es handelt sich dabei um ein spezielles Diplom für die beste Maske im vorigen Jahr.
Während der Karnevalszeit werden Tänze unter Masken organisiert, weiterhin die balinjerada (Wettbewerb, bei dem man das originellste Fahrzeug bauen soll), man erwartet und empfängt die Glöckner... Am Aschermittwoch, dem letzten Tag des Karnevals, wird die Strohpuppe Pust, die traditionell schuldig für alles Elend des vergangenen Jahres ist, angeklagt und verbrannt. Die Erklärung des Urteils nennt man pusna napoved (Karneval-Chronik).

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