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Kultur

Die Stadt Kastav war schon immer sehr stolz auf ihr Kulturerbe und kulturelle Veranstaltungen sind heute noch die erkennbarsten Merkmale der Stadt. In der jahrhundertelangen Geschichte sind die meisten kultur-historischen Denkmäler und Traditionen bewahrt worden und jede neue Generation hat diesem kulturellen Mosaik manchen kleinen Steinchen hinzugegeben.


Die Stadt Kastav kann sowohl auf ihre sehr entwickelte Musiktradition stolz sein, als auch auf andere Gesichtspunkte der kulturellen (Amateur-)Arbeit. Auf den Grundlagen des kulturellen Amateurismus sind in kulturellen Amateurismus sind in den letzten Jahrzehnten Veranstaltungen wie Kastavsko kulturno leto (Kultursommerfestspiele von Kastav) und das Gitarrenfestival entstanden, die zu den besten Sommerveranstaltungen in dieser Region gezählt werden. Die Anfänge des internationalen Festivals Kultursommerfestspiele von Kastav reichen ins Jahr 1992 und das Gitarrenfestival wird mir großem Erfolg seit 1997 organisiert.


Das Kastav Blues Festival, die größte Musikveranstaltung dieser Art in der Region und weiter, fand 2008 zum ersten Mal statt. Seit diesem Zeitpunkt ist Kastav eine unumgängliche Station für eminente Musiker, aber auch für die Bluesfans geworden, deren Zahl von Jahr zu Jahr zunimmt. Im historischen Stadtkern, im Viertel Pelini, befindet sich Idicas Bäckerei. Es handelt sich dabei um ein kleines Heimatmuseum, das dem Bäckerhandwerk gewidmet ist. Genannt wurde es nach Ida Bačić (Idica),


Nach ihren Erfolgen außerhalb der Grenzen von Kastavština sind auch folgende Amateur-Musikvereine sehr bekannt - der Musikverein Spinčići, männliche und weibliche klapa (autochthoner Chorgesang) Kastav und der Kultur- und Bildungsverein Istarska vila (Istrische Fee), im Rahmen welches die szenische Gruppe Kastavski pučki teatar (Volkstheater von Kastav) tätig ist.


Außer der kultur-historischen Denkmäler und des sehr alten Schulwesens auf diesem Gebiet, pflegt Kastavština auch ihre eigene Mundart, das Tschakawisch. Diese Mundart beinhaltet eine Menge alter Merkmale der kroatischen Sprache. Die ausgezeichnete Ausdruckskraft der tschakawischen Mundart  hatte als Ergebnis die Tatsache, dass viele lokale Dichter und Schriftsteller auf Tschakawisch geschrieben haben; hier muss man besonders Berto Lučić erwähnen, den meist aufgeführten und populärsten Komödiendichter von Kastav.


Ein altes Erbe ist auf jeden Fall auch die Karnevalstradition, der sogenannte Pust.


Nämlich, in der Zeit vom  heiligen Anton (Antonstag, am 17. Januar) bis zum Aschermittwoch finden jeden Samstagabend maskierte Tanzabende - pusni tanci - statt. Der Karneval endet am Aschermittwoch (der erste Mittwoch der Fastenzeit) mit der Verbrennung der anschaulich angefertigten Strohpuppe (Pust), die der symbolische Schuldige für alle Misserfolge der Bevölkerung im letzten Kalenderjahr ist.


In Kastavština sind heute noch die Besuche der Glöckner sehr populär. Eine Sitte, die wahrscheinlich ihre Wurzeln noch in der Vorchristenzeit hat, als die Glöckner mit fürchterlichem Lärm und erschreckenden Tiermasken die Kälte zu vertreiben versuchten und das Frühjahr heranriefen.


Unter den ältesten Veranstaltungen ist auch der Feiertag des Heurigen - des authentischen Weißweins (belica), der unter dem Namen Weißsonntag bekannt ist. Den Weißsonntag feiert man  immer am ersten Sonntag im Oktober. In Kastav gibt es dann eine große Messe. Im Volk ist das eine beliebte Feierlichkeit, die regelmäßig von verschiedenen Inhalten bereichert wird: darunter sind Präsentationen alter Handwerke, Weinmessen, Ausstellungen, musikalische und szenische Aufführungen, Buchvorstellungen aber auch ein ausgiebiges Angebot an verschiedenen heimischen Gerichten und Getränken mit großer Auswahl verschiedener Waren.


Wie viel unsere Einwohner von ihrem Erbe halten, kann man bei einem Besuch in der Museumsammlung von Kastavština sehen, die im Jahr 1981 eröffnet wurde. Dort befinden sich archäologische Funde, Keramik und Schmuck, die an den Fundplätzen im alten Stadtkern und in seiner Umgebung entdeckt wurden. Hier gibt es auch alte gebrauchte Geräte und zahlreiche Urkunden, die von der Geschichte dieser Stadt zeugen.


In Pelini, dem ältesten Teil der Stadt, in der ehemaligen Fassbinderei, hat man die erste in der Reihe von kleinen Heimatsammlungen eingerichtet - die einzigartige Fässersammlung. Der Raum ist teilweise als ehemalige Fasswerkstätte eingerichtet und bei verschiedenen Anlässen werden hier Präsentationen des Fassbindergewerbes organisiert. Neben den ausgestellten Exponaten und erkennbaren fassgewerblichen Erzeugnissen, ist es im gleichen Raum möglich, Wein und Branntwein aus Kastav zu kosten. Diese bescheidene Werkstätte hat auf eine besondere Art viele weltberühmte Künstler und andere weniger bekannte, aber immer liebe Gäste empfangen und verabschiedet und  hat dabei immer sehr stolz die kastavische Gastfreundlichkeit vorgestellt.


Nach der  Fässersammlung ist die Kette der Heimatsammlungen mit der Eröffnung der Kupferkesselsammlung im Raum unter der Fortica ergänzt worden. Dort war einst eine Kesselwerkstätte des bekannten Meisters Milko Osojnak. In der Kupferkesselsammlung befindet  sich eine Schmiedfeuerstelle, Steingefäße für Wasser und authentische Kupfergegenstände, die man im Haushalt benutzt hat - Kupferstecher  für das Kochen, Meisbreitöpfe und  Bratpfannen ( pinjate und sure), wie auch Wasserbehälter: Wasserschaufel und Holzeimer (paj und kabal). Der ganze Raum ist durch Bilder veredelt, so dass man drin wirklich den Geist der vergangenen Zeiten spüren kann.


Im historischen Stadtkern, im Viertel Pelini, befindet sich Idicas Bäckerei. Es handelt sich dabei um ein kleines Heimatmuseum, das dem Bäckerhandwerk gewidmet ist. Genannt wurde es nach Ida Bačić (Idica), der letzten Bäckerin aus Kastav, von deren Koch- und Backkünste die Einwohner von Kastav noch heute erzählen. In dem authentisch eingerichteten Museum befinden sich ein alter aus Steinen und Backsteinen gemauerter Brotbackofen sowie eine Holzschaufel zum Einschieben und Herausholen des Brotes. Während der Besichtigung der Bäckerei können die Besucher das ursprüngliche Ambiente erleben und frisch gebackenes Brot kosten.


Die Werkstatt des angesehenen Kastaver Eisenschmieds Ivan Rubeša File ist im Besitz der Familie Rubeša und befindet sich im Viertel Dukići. Den zentralen Teil der Eisenschmiede bildet eine offene Feuerstätte, neben der sich ein großer Lederbalg befindet, mit dem das Feuer geschürt wird, ein Amboss, ein Wasserbecken mit Wasser zum Abhärten des Metalls sowie etwa vierzig verschiedene Hammer und zwanzig verschiedene Zangen. In der Eisenschmiede wurden Gebrauchsgegenstände hergestellt, von Schlüsseln, Schlössern und Beschlägen bis hin zu Zäunen, Türen und Herdteilen.